Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. (Mahatma Gandhi)
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Adipositas und chronische Entzündungen.

Eine wissenschaftliche Betrachtung.

 

Wie peinigend können doch anhaltende Verdauungsstörungen sein. Ganz besonders schlimm trifft es Morbus Crohn Patienten.

Ein Teufelskreis setzt oftmals ein, wenn jemand von langfristigen Gelenkerkrankungen heimgesucht wird. Jede Bewegung wird zur Tortur – und daher vermieden. Die Folge: schlechte Durchblutung, Steifigkeit und Gewichtzunahme; alles Faktoren, die den Zustand nur noch schneller verschlimmern.

 
Andere Menschen trauen sich oft kaum noch „unter die Leute“: sie leiden an sichtbaren Hauterkrankungen, die von simpler Akne über Schuppenflechten bis hin zur Neurodermitis reichen. Neben der Beeinträchtigung  des „Aussehens“ und somit oft des Selbstwertgefühls können solche Erkrankungen auch schlimme Qualen für den Patienten bedeuten. Und diejenigen die sich trotz mannigfaltiger Diät oder gar medikamentöser Behandlung noch immer mit weiter zunehmendem, krankhaften Übergewicht plagen, wissen sehr wohl, wie schwer ihnen körperliche Betätigung und das ungehemmte „Bewegen“ in der Öffentlichkeit fällt.

Was haben nun diese Gesundheitsprobleme gemeinsam?
 

Die Antwort ist seit jüngerer Zeit wohlbekannt und gut beschrieben: es sind allesamt Erkrankungsformen, die in chronisch entzündlichen Prozessen ihre Ursachen haben. Selbst Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Hypertonie werden auf prinzipielle Entzündungen zurückgeführt, ein keineswegs länger umstrittenes medizinisches Modell.

Diese Entzündungsprozesse können viele Ursachen haben. Da sind sicher in erster Linie mehr oder weniger ausgeprägte und somit sichtbare Infektionen. Ganz gleich ob Bakterien, Viren oder Pilze: sie alle führen zu ausgeprägten Entzündungssymptomen, wenn der Körper die Eindringlinge bekämpft. Aber auch andere Vorgänge wie Autoimmunprozesse, Krebsleiden, Verwundungen usw. können Entzündungen verursachen.

Was möglicherweise bislang weniger bekannt und beschrieben war ist die Tatsache, dass auch unsere tägliche Nahrung ein häufiger Auslöser für Entzündungsreaktionen sein kann. Dabei verlaufen solche Entzündungen oft sehr lange anscheinend symptomlos und unbemerkt, über Jahre hinweg gewissermaßen schleichend ab. Wobei sie jedoch die Grundlage für nahezu alle zuvor beschriebenen Gesundheitsprobleme sein können, als da wären: Übergewicht, Hauterkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, rheumatische Gelenkerkrankungen, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, chronische Müdigkeit und Leistungsschwäche, Gefäßverkalkung  und vieles andere mehr.

 

Nahrungsmittel als Auslöser für Entzündungserkrankungen

 

Dies klingt sicher für viele auf den ersten Blick überraschend und fragwürdig. Lebensmittel als Auslöser für solche Probleme, welche einen schon seit langer Zeit plagen?! Wenn man aber erst einmal die Mechanistik durchschaut hat, dann ist es plötzlich sehr einleuchtend, warum dem so ist. Und noch viel besser: man erkennt plötzlich, dass hierin eine echte Chance liegt, aktiv den Teufelskreis eines oder mehrerer der beschriebenen Probleme zu durchbrechen und wieder eine gute Lebensqualität zurückzugewinnen.

Es ist seit langem bekannt, dass unsere Nahrung nicht – wie oft noch in Lehrbüchern verkündet – komplett verdaut in „kleinsten“ Grundbausteinen zur unmittelbaren Verstoffwechselung ins Blut gelangt. Bereits im Mund, vor allem aber im Magen und im Darmbereich können große Moleküle, manchmal regelrechte Partikel, auf direktem sowie indirektem Wege ins Blut gelangen. Direkt heißt, durch Risse und Rupturen der Gefäßwände dringen die Lebensmittelbestandteile ein. Indirekt bedeutet, dass Schleimhaut oder Wandzellen die betreffenden Substanzen außerhalb der Blutgefässe aufnehmen und auf ihrer Unterseite in dieselben abgeben.

Der letztgenannte Mechanismus ist häufig verbunden mit einseitiger Ernährung und dem Verzehr größerer Mengen von gleichbleibenden Lebensmitteln. Menschen, die einen solchen Ernährungsstil pflegen, weisen eher als andere oft hohes Übergewicht oder die übrigen beschriebenen Folgen aus. Im Blut treffen die großen Nahrungsmoleküle und Partikel auf eine Armada an Abwehrzellen: während Lymphozyten und Basophile, beides Mitglieder der weißen Blutzellfamilie), sofern sie zuvor schon einmal Kontakt mit dem „Fremdling“ hatten, rasche, akute Allergiesymptome auslösen, werfen sich zwei andere weiße Blutzelltypen, die Monozyten und Granulozyten, jedem vermeintlich neuen Eindringling als unspezifischer Abwehrwall entgegen. Die Zellen werden aktiviert.

 

Dieser Mechanismus hat nichts mit einer Allergie zu tun, sondern verläuft diffus oder vollkommen unbemerkt, schleichend über einen langen Zeitraum, mitunter von vielen Jahren, bis es schlussendlich zu ersten massiven Störungen im Wohlbefinden kommen kann oder zu Degenerationen verschiedenster Art im menschlichen Organismus führen kann.

Bei der vermeintlichen Feindabwehr entlassen nun die beiden letztgenannten weißen Blutzellsorten, die auch die am häufigst vorkommenden sind, Kampf- und Signalstoffe in die Umgebung. Sie versuchen damit den vermuteten Feind unschädlich zu machen und gleichzeitig benachbarte Zellen, die noch keine Feindberührung hatten, zu alarmieren, so dass auch diese aktiviert werden. Diese Kettenreaktion ist oft ein Auslöser für sehr schwach bis sehr heftig ausgeprägte Entzündungssymptome. Die Kampfstoffe (lytische Enzyme, Sauerstoffradikale) schädigen nicht nur die Nahrungsmittelpartikel, sondern auch das umgebende Gewebe, also auch die Gefäßwandzellen. Weitere Löcher, die nun von innen regelrecht aufgeschweißt werden, erlauben kurzfristig den Eintritt weiterer schädigender Nahrungsbestandteile, insbesondere bei fortgesetztem Verzehr (im Magen-Darmbereich). Und gleichzeitig tritt ebenso kurzzeitig Blutflüssigkeit mit Schadmolekülen in peripheres Gewebe aus. Kleine „Ergüsse“, sogenannte Ödeme bilden sich. Gewebewasser wird eingelagert (bis zu 20 kg und mehr) und die ausgeschwemmten Schadpartikel locken nun aus dem Blut weitere Abwehrzellen herbei; denn auch im Gewebe (dies kennt man von Verletzungen und der beobachtbaren Eiterbildung) müssen sie jeden körperfremden Eindringling wirkungsvoll bekämpfen, bis die spezifische Immunabwehr „angesprungen“ ist. Und dies kann bekanntlich Tage bis Wochen dauern.

 

Die zellulären Botenstoffe lassen den „Stoffwechsel“ entgleisen 

Die Signalsubstanzen, mit welchen sich die Zellen untereinander verständigen (sogenannte Zytokine) und aktivieren, sind von hohem Interesse. Insbesondere der sogenannte TNF-alpha (Tumor Nekrose Faktor)  hat eine herausragende Bedeutung. Er ist nämlich ein Gegenspieler, ein Inhibitor, des körpereigenen Insulins und hebt dessen Wirkung teilweise oder gänzlich auf. Langfristig kann dies die Entstehung eines Typ-II Diabetes beschleunigen oder verursachen, wenn der Betroffene entsprechend prädisponiert ist. In erster Linie wird aber erst einmal die Aufnahme von Zucker aus Nahrungskohlehydraten in Zellen herabgesetzt oder gar blockiert. Die hohe verbleibende Blutzuckerkonzentration veranlasst den Körper, schnellstens dieses „segensreiche“ Überangebot in die Speicher zu schaffen. Er füllt seine Fettzellen. Neben der Wassereinlagerung nimmt man nun auch rasch an Fettmasse zu. Des weiteren versucht die Bauchspeicheldrüse den vermeintlichen Insulinmangel auszugleichen. Sie produziert mehr Insulin. Dieser Insulinüberschuss jedoch blockiert zusätzlich die fettabbauenden Enzymsysteme. Wenn also ein Patient sich körperlich ertüchtigt und einen Kohlehydratunterschuss hat, dann baut der Körper tatsächlich zunächst eher Proteine, also z.B. Muskelmasse ab, anstatt Fett. Und gleichzeitig gieren die stoffwechselaktiven Zellen (insbesondere die Muskelzellen) nach Brennstoff, nach Zucker. Denn der Weg in die Zelle ist diesem ja durch die Insulinblockierung über das TNF-alpha verwehrt. Der Patient entwickelt ein geradezu heißes Verlangen nach Nahrungsaufnahme, und bedauerlicherweise nach „ungesunden“ Lebensmitteln, oftmals genau die, welche den ganzen Prozess ausgelöst haben. Wahrlich ein Teufelskreis.

Aber es kommt noch schlimmer: hat ein Patient erst einmal eine gewisse Masse Fett aufgebaut (bei BMI*-Werten > 32-35), dann beginnen diese Fettzellen selbst TNF-alpha zu bilden. Und dann ist das Geschehen fatal: sie sorgen im Prinzip selbst für ihre stetige Zunahme.

Und selbst das ist noch nicht alles: die schon erwähnten Sauerstoffradikale, hochpotente Kampfstoffe, die ansonsten bakterielle Eindringlinge effizient vernichten, verändern durch Oxidation („Oxidativer Stress“) die Membraneigenschaften der roten Blutzellen: die Hüllen werden quasi klebrig. Die Zellen heften sich wie Geldrollen aneinander.

Sie passen kaum noch durch die kleinen Gefäße, erhöhen durch ihren Fliesswiderstand den Blutdruck. Und auch ihre Oberfläche, über welche ja der zur Energiegewinnung notwendige Sauerstoff ausgetauscht wird, ist stark verkleinert. Dies wirkt sich nachhaltig auf die individuelle Leistungsfähigkeit aus. Sportler können durch falsche, aktivierende Lebensmittel, die vermeintlich gesund sind, in ihrer Leistungsspitze deutlich abfallen. Und trotz allen (in diesem Fall negativ auswirkenden) Trainings kommen sie nicht mehr an ihre Bestleistungen heran. Der „normale“ Mensch wird einfach mit Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder rascher Erschöpfung kämpfen.

Sauerstoffradikale oxidieren auch die „schlechte Fettfraktion“ des Menschen, die sogenannten LDL. Diese klumpen dann zu noch größeren Gebilden der roten Zellen zusammen. Auch diese erhöhen durch ihren Fließwiderstand den Blutdruck und verschlimmern durch eine Herabsetzung der Mikrozirkulation die Wassereinlagerung, die weiter oben schon beschrieben wurde. Denn auch die Nierenfunktion wird beeinträchtigt.

Für beide Entzündungsauslöser, TNF-alpha und freie Sauerstoffradikale, hat die Pharmaindustrie Medikamente entwickelt die den einen (TNF) unschädlich machen und die anderen beseitigen („Radikalfänger“; der bekannteste ist Vitamin C). Die TNF-alpha-blockierenden Medikamente werden mit gutem Erfolg in der Rheumatherapie und in der Behandlung des Morbus Crohn eingesetzt. Und viele andere Arzneimittel, die als Entzündungshemmer (bestes Beispiel: Aspirin) verabreicht werden, tun ebenfalls nur eines: sie heben die Wirkung der zellulären Botenstoffe, der Aktivatoren, durch deren Blockierung auf . Hier muss man sicherlich fragen, ob nicht die Verhinderung ihrer Freisetzung, z.B. durch die häufigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, effektiver, ökonomischer und vor allem stoffwechselschonender als die Behandlung der Symptome sind. Ursachenbeseitigung wirkt nachhaltiger als die symptomassoziierte Therapie. Auf jeden Fall ist eine Eliminationsdiät, die nachweislich unverträgliche (also Blutzell-aktivierende) Nahrungsmittel (bzw. deren betr. Bestandteile) nicht länger enthält, eine sinnvolle Therapieergänzung bei den zutreffenden Krankheiten. Gleiches gilt sicher auch für die Diabetes-Behandlung.

Die Aktivierung der Monozyten und Neutrophilen, die oft Hand in Hand mit der Blut-Plättchen-Aktivierung einhergeht, wird seit neuestem auch ursächlich mit der Arterioskleroseentstehung in Zusammenhang gebracht. Auch hier handelt es sich um ein prinzipielles Entzündungsgeschehen. Auslöser bzw. Verstärker, wenn der Patient prädisponiert ist, können Bakterieninfektionen (Chlamydien, Helicobacter, etc.), aber auch unverträgliche Lebensmittel sein. Allerdings handelt es sich insgesamt um ein komplexes, multifaktorielles Geschehen.

 

Auszug aus eigener Veröffentlichung für Fachmagazin

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